Mit zunehmender Teilnehmerzahl und Cachedichte in vielen Regionen Deutschlands rückt unser Hobby immer mehr in die Öffentlichkeit – ob nun gewollt oder nicht. Während unseres Urlaubs in Südtirol vor etwas mehr als einer Woche haben wir dort noch “paradiesische” Zustände vorgefunden: Geringe Cachedichte, und eigentlich jede Dose wurde noch mit dem Hintergrund gelegt, den potentiellen Finder an einen besonderen Ort zu führen, und sei es nur eine besonders schöne Aussicht.

Hier hingegen wird teilweise die Abstandsregel bis auf den letzten Zentimeter ausgenutzt, nur um ein “Ehrenfeld” zu füllen oder jeder einigermaßen anspruchsvolle Baum mit einem Klettercache bestückt – Konflikte mit Wald-/Grundstücksbesitzern, anderen Nutzern und dem Naturschutz sind somit vorprogrammiert. Es ist wirklich an der Zeit, sich mehr Gedanken über die Auswirkungen unseres Hobbies zu machen.

Nachdem sich in dieser Woche eine kleine Gruppe Eltviller Geocacher zusammensetzen wird, um eine Art Regelwerk für das Cachen in den Eltviller Waldgebieten zu erstellen, hatte ich ja bereits in meinem letzten Beitrag zum Thema nach ein paar Beispiele gefragt, wo es evtl. bereits vergleichbare Regelungen bzw. Vereinbarungen gibt.

Hier ist eine kleine Sammlung von Quellen, die ich über die Kommentare zum Artikel oder aber über eigene Internetrecherche gesammelt habe:

Schon etwas älter ist das im Januar 2010 durch den Deutschen Wanderverband und Garmin Deutschland veröffentlichte Positionspapier “Naturverträgliches Geocaching”, das damals zu heißen Diskussionen in der Cachercommunity führte…

Nicht weit von Eltville – nur über den großen Fluß in Rheinhessen – gibt es bereits eine Initiative im Donnersbergkreis: Wie Martin in seinem Kommentar und seinem Blog berichtet, gab es hier nach Konflikten mit einer T5-Serie einen von Seiten der Cacher initiierten Runden Tisch mit Vertretern der Forstbehörden:

Die Grundresonanz des Gesprächs war positiv und es offenbarte sich schnell, dass von offizieller Seite das Geocaching generell als Chance, Menschen für Wald und Naturschutz zu begeistern und zu sensibilisieren angesehen wird, und nicht ausschließlich als Gefahr für die Natur und als Schaden an der Natur angesehen wird. (Quelle: Geocaching Donnersberg Blog)

Auch offizielle Stellen, hier in Form des Regierungspräsidium Gießen haben Material zum Thema veröffentlicht:

Dort findet man einen Flyer und ein Merkblatt. Mitarbeiter des Regierungspräsidium haben außerdem im Rahmen des GC3B6CM - 1. Stammtisch Hüttenberger Land – Naturschutz Rede und Antwort zu Naturschutzfragen gestanden.

Hier noch zwei Posts aus dem offiziellen Groundspeak-Forum:

https://twitter.com/eigengott/status/335410709410226176

https://twitter.com/eigengott/status/335308223445864448

JR849 schreibt hierzu mehr in seinem Blog, da findet Ihr auch eine Übersetzung des französischen Posts.

Und schließlich hat sich in Paderborn ein Geocaching-Verein gegründet:

Wir wollen vor allem Ansprechpartner für Anfragen und Probleme sein, die von Außen an uns herangetragen werden (Quelle: geocaching-paderborn.de)

Mehr Infos gibt es auf der Vereins-Homepage.