Diese Etappe über die Schrammsteine war für uns sicherlich das persönliche Highlight der Malerweg-Tour, denn die Strecke bietet die beeindruckensten Felsformationen, jede Menge ausgesetzte Passagen über Leitern, Stiegen und Brücken und tolle Aussichten auf Elbe und Sächsische Schweiz.

Schrammstein-Gratweg

Die Wanderung beginnt und endet im Kirnitzschtal , so dass sie auch wunderbar als Rundweg geeignet ist (den man mit Bus oder Kirnitzschtalbahn schließen kann). Für uns bedeutete dies eine weitere Übernachtung im urigen Hotel Forst­haus und damit einmal Packen unserer Taschen gespart.

Highlights

Wildschützensteig II

Nachdem man sich langsam aber stetig aus dem Kirnitzschtal herausgearbeitet hat, kann man am großen Schrammtor den ersten Blick von unten auf die beeindruckende Felsformation der Schrammsteine werfen. Im Anschluss läuft man noch einige hundert Meter am Fuße der Felsen entlang, bevor die Entscheidung ansteht, ob man die Schrammsteine über den etwas anspruchsvolleren Wildschützensteig erklimmt, oder den leichteren Jägersteig wählt.

Wir haben uns für ersteren entschieden und nicht bereut. Über unzählige Leitersprossen geht es steil nach oben. Dort angekommen – nach ein paar hundert Meter über Felsen und kleine Brücken – wird man schließlich durch die Schrammsteinaussicht belohnt. Wenn man früh genug aufgebrochen ist, kann man diese auch erst einmal alleine in Ruhe genießen, wir hatten nur kurz das Vergnügen, dann folgte uns der erste Ansturm.

So oder so sollte man den Blick ausgiebig über das Panorama von Elbe und Teile der Schrammstein-Felsgruppe schweifen lassen.

Schrammsteinaussicht - Panorama I

Vom Aussichtspunkt geht es wieder zurück in Richtung Wildschützensteig, dort aber weiter geradeaus über den Gratweg, der zunächst wieder einige Stiegen und Stege aneinanderreiht. Über die Schrammsteine geht es jetzt bis zu einem weiteren Aussichtspunkt auf einem Felsplateau, das sich wunderbar für eine ausgedehnte Pause eignet.

Und weiter geht es auf dem Schrammsteinweg und später dem Zurückesteig. Hier kamen wir plötzlich an eine Stelle (N50° 54.506, E014° 14.068), an der Beschilderung und Wegbeschreibung unseres Wanderführers voneinander abwichen. Die Beschilderung war außerdem nicht ganz eindeutig ausgeführt. Wir sind schließlich der Beschreibung im Wanderführer gefolgt, auch wenn wir einige Zeit kein Malerwegzeichen mehr entdecken konnten. Diese Strecke ist auch entsprechend in unserem GPS-Track dokumentiert – keine Angst, wir haben den Malerweg wieder gefunden.

Affensteine II

Bald geht es stetig bergab über immer breiter werdende Waldwege. Nach dem Verlassen der Schrammsteine läuft man nun nah an den Affensteinen vorbei, eine weitere sehenswerte Felsgruppe, die wir aber rechts liegen lassen.

Nach weiteren anderthalb Kilometern erreicht man endlich wieder das Tal der Kirnitzsch an der Station Beuthefall. Hier kann man sich entscheiden, ob Zeit und Kräfte noch für einen Abstecher an den Lichtenhainer Wasserfall ausreichen, oder ob man sich diesen für den Start der folgenden Tagesetappe aufspart. Sowohl dort, als auch an der Station Beuthenfall kann man Bus oder Kirnitzschtalbahn für die Rückfahrt besteigen (s. An- und Abreise).

GPS-Track: Malerweg: Über die Schrammsteine

An- und Abreise

Im Kir­nitzsch­tal ver­keh­ren zwischen Bad Schandau, dem Startpunkt an der Ostrauer Mühle und dem Endpunkt der Tour am Lichtenhainer Wasserfall die offi­zi­el­le Bus­li­nie 241 und die his­to­ri­sche Kir­nitzsch­tal­bahn.

Die Fahr­plan­aus­kunft des loka­len Ver­kehrs­ver­bun­des fin­det man hier.

Einkehren und Übernachten im Kirnitzschtal

  • Hotel Forst­haus im Kir­nitzsch­tal — Das Hotel und Gast­haus ist etwas ab vom Schuss, aber für End– und Aus­gangs­punkt die­ser fast als Rundtour angelegten Etappe bes­tens geeig­net. Wer dort ein­kehrt, sollte sich in der Sai­son auf kei­nen Fall die lecke­ren Wild­ge­richte ent­ge­hen lassen.
  • Alter­na­tive Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten gibt es in Bad Schandau

Empfehlenswerte Geocaches

Karte, Literatur

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