Geocachen in Prag – Der Königsweg

Diesem folgte ich gestern auf meinem abendlichen Spaziergang durch Prag. Der Geocache “The Royal Road” führte mich entlang der Route, die zu Zeiten der tschechischen Könige für deren Krönungs- und Beerdigungsprozessionen genutzt wurde.

Ausgehend vom Platz der Republik mit dem imposanten Jugendstilgebäude des Gemeindehauses und dem Pulverturm (Namensgebend war das früher dort gelagerte Schwarzpulver) geht es durch die vier im 13. und 14 Jahrhundert entstandenen und ursprünglich unabhängigen Prager Städte: Nove Mesto (Prager Neustadt), Stare Mesto (Altstadt), Malá Strana (Prager Kleinseite) und Hradcany (Hradschin oder Burgstadt).

Der erste Teil der Strecke und die ersten drei Stationen des Multi-Caches waren mir ja noch vom gestrigen Abend bekannt, nach besagtem Pulverturm ging es vorbei am Haus “Zur schwarzen Muttergottes” (OK, diese war mir am Vorabend nicht wirklich aufgefallen) zum “Altstädter Ring“, dem zentralen Marktplatz der Altstadt. Trotz erheblichem Aufkommen an Touristen konnte ich recht unbemerkt die dort gestellte Aufgabe am historischen Rathaus erledigen, da diese alle gebannt auf die astronomische “Aposteluhr” blickten.

Schnell weiter durch die Altstadt zur Karlsbrücke – leider ist die Freizeit auf solchen Gechäftsreisen ja immer knapp bemessen – nur unterwegs noch einen Pub entdeckt, der auf Grund unseres Cacher-Namens eigentlich einen Besuch wert gewesen wäre, sowie eines der wohl schmalsten Hotels, dass mir bisher über den Weg gelaufen ist.

Die Karlsbrücke ist ein weiterer von Touristen überlaufener Ort in Prag, verständlich, da sie sich als ausgesprochen sehens- und fotografierenswert darstellt. Endlich auf der anderen Moldau-Seite angekommen, ging es dann hinauf zur Prager Burg, die Touristendichte nahm – wohl auch durch die fortgeschrittene Zeit – merklich ab. Leider scheiterte ich dann an der Beantwortung der letzten Frage dieses Caches (evtl. waren durch laufende Renovierungsarbeiten nicht alle notwendigen Hinweise sichtbar). Aber immerhin führten mich die dann offensichtlich falschen Koordinaten zwar nicht zum Final des Geocaches stattdessen zu einer schönen Aussicht über die ganze Stadt.

Auf dem Rückweg habe ich dann zum Ausgleich noch drei kleinere Caches gehoben und allein für das folgende Foto hatte sich der späte Rückweg über die Karlsbrücke gelohnt.

Ein letzter Blick in Richtung der Burg und es ging mit der U-Bahn zurück zum Hotel (U-Bahn-Fahren in Prag ist übrigens nicht sonderlich kompliziert, denn es existieren nur 3 Linien).

In einer knappen Dreiviertelstunde geht nun mein Flieger zurück nach Frankfurt, am morgigen Samstag steht dann ein hochgelobter Cache in der Heimat auf dem Programm.

Empfehlenswerte Geocaches

Prag bei Nacht

Ich muss unbedingt noch einmal mit Spiegelreflexkamera und Stativ nach Prag fahren! Das ist aber sicherlich nicht der einzige Grund, dieser Stadt noch einmal privat einen Besuch abzustatten.

Nachdem gestrigen Vorsondieren, werde ich heute nach getaner Arbeit dann den einen oder anderen Geocache zum Anlass nehmen, um mir einiges noch genauer anzusehen.

Übersichtliche Hauptstadt

Da ich derzeit beruflich stark zeitlich gebunden bin, sind neue Artikel in den letzen Wochen doch eher rar geworden. Daher muss schon eine Geschäftsreise her, um wieder einmal unterwegs zu sein.

UrsulinenkircheDafür bekamen wir, als Kulturprogramm am ersten Abend von drei arbeitsreichen Tagen in Slowenien, von unseren dortigen Geschäftspartnern eine Führung durch die Hauptstadt Ljubljana geboten. Die knapp 1 1/2 Stunden Stadtführung, reichten gerade so aus, um einen kleinen Eindruck von der Stadt zu bekommen, die nur etwa 10.000 Einwohner mehr als Wiesbaden beherbergt (Bei einem kleinen Land von nur 2 Mio. Einwohnern, ist sie damit aber dort die größte Stadt).

Ljubljana bietet noch einige Gegensätze zwischen renovierten Gebäuden, und lange vernachlässigten alten Häusern sowie sozialistischen Bausünden. Das Bild des Stadtkerns ist stark geprägt von der Architektur des slowenischen Architekten Jože Plečnik, der Anfang des 20. Jh. auch in Wien und Prag gewirkt hat, in Ljubljana jedoch einen großen Teil der Stadt um- bzw. mitgestaltete. Auffälligste Werke sind die Nationalbibliothek und die Brücken über den Fluss Ljubljanica.

Wie uns unser Stadtführer erklärte, sind auch viele italienische bzw. römische Einflüsse zu finden, so strahlt die Stadt auch ein sehr mediterranes Flair aus. Zahlreiche Cafes und Bistros an beiden Ufern der Ljubljanica laden bereits jetzt im April zum Verweilen ein, durch die vielen Studenten der Universitätsstadt schon ausgiebig genutzt.

Ljubljana ist sicherlich noch den einen oder anderen Besuch wert, da wir am Ende der Tour sicherlich noch nicht alles gesehen hatten. Die über der Stadt trohnende Burg wartet noch auf einen Besuch und einige Geocaches mussten von mir links liegen gelassen werden (dabei lag der GPSr sogar im Hotel). Doch werden mich geschäftliche Verpflichtungen noch öfter in diese Gegend führen und auch ein privater Urlaub in Slowenien ist eine Überlegung wert, denn schließlich bietet dieses Land von Meer bis Berge viel auf kleinem Raum.

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