Das Nebelhorn – Über Südgrat und Großer Gund Steig

Endlich Sonne!

Und da auch Kerstins Schnupfen zumindest eine Pause eingelegt hatte, sollte es heute endlich in alpine Höhen gehen. Wir hatten uns eine kurze Runde über den Gipfel des Nebelhorns ausgesucht und wollten anschließend von dort noch ein wenig ins Tal laufen, dieser Plan wurde aber spontan noch einmal geändert.

Zunächst ging es erst einmal gemeinsam mit den Massen der Bergtouristen in der Nebelhorn-Bahn zur Station Höfatsblick. Von dort erklommen wir die verbliebenen 300 Höhenmeter zum Gipfel über den Südgrat – “Nur für Geübte” und damit ohne die genannten Massen. Mit gutem Schuhwerk, Alpinstöcken und etwas Kondition ist dieser Abschnitt aber gut zu bewältigen, nach einer knappen Stunde hat man den Gipfel schon fest im Blick und befindet sich bald wieder mitten unter den Bergtouristen.

Somit haben wir uns hier nur aufgehalten, um uns schnell ins Gipfelbuch einzutragen Logbuch des GC1FRGX – Gipfel-Nano Caches einzutragen. Immerhin waren wir erst die Zweiten, die diesen Cache gefunden haben und für uns war es mit 2221m der bisher höchste Geocache. Schließlich musste bei diesem Traumwetter auch die Aussicht noch entsprechend fotografisch festgehalten werden und so kam mir auch noch ein geplantes weiteres Ziel vor die Linse: Der Hohe Ifen und das Gottesackerplateau.

Bereits aus der Bahn und jetzt auch vom Gipfel hatten wir einen Steig gesehen, der uns für den Abstieg reizte. Auch wenn vom Gipfel aus die Mittelstation Seealpe der Nebelhornbahn nicht ausgeschildert war, so überzeugte uns ein Blick auf die Karte, dass diese Strecke machbar war.

Man folgt also zunächst gemäß Beschilderung in Richtung Geißalpe dem Großer Gund Steig (dass dieser so benannt ist, haben wir erst im Nachhinein herausgefunden), der recht angenehm zu Gehen ist und nur einige mit Stahlseilen gesicherte Abschnitte enthält, an denen man ein paar Felsblöcke hinabsteigen muss. Nach etwa 1 1/2 Stunden und 400 Höhenmetern erreicht man einen Abzweig mit derzeit zerstörten Wegweisern. Nach rechts geht es weiter zum Geißalpsee, wir biegen jedoch nach links ab, um zunächst dem Pfad auf der 1800m Höhenlinie weiter zu folgen. Bevor dieser nun wieder als Steig in Richtung der Station Höfatsblick nach oben führt zweigt ein weiterer Pfad nach rechts ab und führt schließlich vorbei an ein paar Lawinenverbauungen auf den Wirtschaftsweg, der die Stationen der Nebelhornbahn miteinander verbindet.

Der folgende steile in Serpentinen abwärts führende Teil dieses Weges ist anspruchsvoller als der bisherige Steig. Selbst mit guten Schuhen kommt man auf dem Split, der den sonst geteerten Weg bedeckt, schnell ins Rutschen. Eine Baustelle, die derzeit dort neue Versorgungsleitungen für Schneekanonen installiert macht dies nicht gerade besser. Nachdem dieser Abschnitt überstanden ist, sieht man bald die Station Seealpe und damit das Ziel der Tour vor sich und kann entspannt den Rest des Weges laufen. Wenn man sich noch ein wenig mehr Zeit nehmen möchte und die Beine noch mitmachen, ist man in weiteren 1 1/2 Stunden auch bis nach Oberstdorf gelaufen.

GPS-Track: Nebelhorn – Über Südgrat und Großer Gund Steig


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