Dumm gelaufen

Wenn man beruflich viel unterwegs ist, muss es einen ja irgendwann einmal erwischen.

So saß ich um kurz vor sieben schon im Flieger nach Frankfurt, als ein kleines, nicht schließendes Ventil den Piloten zum Abbruch des “taxiing” und uns wieder zum Aussteigen zwang. Nachdem es zunächst so aussah, dass ich hier in Graz die Nacht im Hotel verbringen müsste, so sitze ich nun zum Glück stattdessen in der VIP-Lounge und warte auf die Ersatzmaschine, die um 23:15 abfliegen soll. Wenigstens hat sich die große Fluglinie mit dem Kranich nicht lumpen lassen und uns etwas zu Essen und Freigetränke organisiert – auch wenn die Angestellten des Grazer Flughafen zwischenzeitlich leicht überfordert schienen.

Dabei hatte der Tag so gut angefangen, die absehbaren Streiks bei besagter Fluglinie sollen erst am Montag beginnen und die slowenischen Geschäftspartner hatten mir in Maribor die vermutlich älteste Weinrebe der Welt und die angeschlossene Vinothek gezeigt. Zwei nette Tröpfchen für den heimatlichen Weinkeller sind dabei abgefallen.

Geocachen in Prag – Der Königsweg

Diesem folgte ich gestern auf meinem abendlichen Spaziergang durch Prag. Der Geocache “The Royal Road” führte mich entlang der Route, die zu Zeiten der tschechischen Könige für deren Krönungs- und Beerdigungsprozessionen genutzt wurde.

Ausgehend vom Platz der Republik mit dem imposanten Jugendstilgebäude des Gemeindehauses und dem Pulverturm (Namensgebend war das früher dort gelagerte Schwarzpulver) geht es durch die vier im 13. und 14 Jahrhundert entstandenen und ursprünglich unabhängigen Prager Städte: Nove Mesto (Prager Neustadt), Stare Mesto (Altstadt), Malá Strana (Prager Kleinseite) und Hradcany (Hradschin oder Burgstadt).

Der erste Teil der Strecke und die ersten drei Stationen des Multi-Caches waren mir ja noch vom gestrigen Abend bekannt, nach besagtem Pulverturm ging es vorbei am Haus “Zur schwarzen Muttergottes” (OK, diese war mir am Vorabend nicht wirklich aufgefallen) zum “Altstädter Ring“, dem zentralen Marktplatz der Altstadt. Trotz erheblichem Aufkommen an Touristen konnte ich recht unbemerkt die dort gestellte Aufgabe am historischen Rathaus erledigen, da diese alle gebannt auf die astronomische “Aposteluhr” blickten.

Schnell weiter durch die Altstadt zur Karlsbrücke – leider ist die Freizeit auf solchen Gechäftsreisen ja immer knapp bemessen – nur unterwegs noch einen Pub entdeckt, der auf Grund unseres Cacher-Namens eigentlich einen Besuch wert gewesen wäre, sowie eines der wohl schmalsten Hotels, dass mir bisher über den Weg gelaufen ist.

Die Karlsbrücke ist ein weiterer von Touristen überlaufener Ort in Prag, verständlich, da sie sich als ausgesprochen sehens- und fotografierenswert darstellt. Endlich auf der anderen Moldau-Seite angekommen, ging es dann hinauf zur Prager Burg, die Touristendichte nahm – wohl auch durch die fortgeschrittene Zeit – merklich ab. Leider scheiterte ich dann an der Beantwortung der letzten Frage dieses Caches (evtl. waren durch laufende Renovierungsarbeiten nicht alle notwendigen Hinweise sichtbar). Aber immerhin führten mich die dann offensichtlich falschen Koordinaten zwar nicht zum Final des Geocaches stattdessen zu einer schönen Aussicht über die ganze Stadt.

Auf dem Rückweg habe ich dann zum Ausgleich noch drei kleinere Caches gehoben und allein für das folgende Foto hatte sich der späte Rückweg über die Karlsbrücke gelohnt.

Ein letzter Blick in Richtung der Burg und es ging mit der U-Bahn zurück zum Hotel (U-Bahn-Fahren in Prag ist übrigens nicht sonderlich kompliziert, denn es existieren nur 3 Linien).

In einer knappen Dreiviertelstunde geht nun mein Flieger zurück nach Frankfurt, am morgigen Samstag steht dann ein hochgelobter Cache in der Heimat auf dem Programm.

Empfehlenswerte Geocaches

Prag bei Nacht

Ich muss unbedingt noch einmal mit Spiegelreflexkamera und Stativ nach Prag fahren! Das ist aber sicherlich nicht der einzige Grund, dieser Stadt noch einmal privat einen Besuch abzustatten.

Nachdem gestrigen Vorsondieren, werde ich heute nach getaner Arbeit dann den einen oder anderen Geocache zum Anlass nehmen, um mir einiges noch genauer anzusehen.

Making of Quercus Robur IV

Ex-Kollege und Mitcacher Jan alias rheingauer hat (gestern) zusammen mit den Graf-Zahls GC1DTY4 – Quercus Robur zum ersten und bisher auch einzigen mal gehoben – soviel Freizeit, wie damals als Student müsste man halt noch einmal haben. Den ersten Erfahrungsbericht zum Cache gibt es deshalb exklusiv in Jans Blog.

Und wenn wir gerade bei (Geocaching-)Blogs sind: Ein paar Anregungen für die Erarbeitung dieses Caches habe ich mir beim regelmäßigen (Hör-)Genuss des Dosenfischer-Podcasts geholt.  Hauptsächlich handelt es sich dabei um das Heftchen in einem der ersten Stages, dass die weitere Cache-Beschreibung enthält und vom jeweiligen Cacher-Team mitgenommen werden kann. Da ich mich leider nicht mehr an die exakte Podcast-Folge erinnere, verlinke ich hier einfach mal den aktuellsten Beitrag und lege diese Serie allen Geocachern ans Herz.